Johann Sebastian Bach
Genialer Schädel
Schicht für Schicht rekonstruierten Caroline Wilkinson und Janice Aitken von der University of Dundee, Schottland, dazu die Muskeln und das Fettgewebe. Zuletzt fügten sie den ausgeprägten Unterbiss, die leicht asymmetrischen Gesichtszüge und die relativ große Nase des Komponisten hinzu. Fertig war die neue Büste.
Und die schaut früheren Porträts überaus ähnlich. Das ist nicht verwunderlich, da alle Büsten nach dem gleichen Vorbild angefertigt werden. Ob der dazu verwendete Schädel dem berühmten Musiker gehörte, ist ungewiss. Johann Sebastian Bach wurde nach seinem Tod ohne einen Grabstein beerdigt – und für rund einhundertfünfzig Jahre vergessen. Erst 1894 sollten seine Gebeine geborgen werden. Doch kamen damals drei Gräber in Frage. Die physiognomischen Eigenschaften Bachs auf dem einzigen Ölgemälde stimmten mit einem der drei Skelette überein. Immerhin: Die Entdeckung eines Überbeins, eines so genannten „Organisten“-Sporns, scheint die Echtheit zu bestätigen.
Cindy Franke






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1. Nicht wirklich neu
03.03.2008, Dr. Guido Poliwoda, Universität Bernder Artikel über das rekonstruierte Aussehen Bachs ist sehr interessant, aber die Methode ist nicht neu, da vor wenigstens 7 Jahren schon diverse Köpfe auf ähnliche Art und Weise rekonstruiert wurden, so für das Aussehen der Wikinger zum Beispiel.
Zudem bringt es für gesellschaftliche Aussagen relativ wenig, wichtige Persönlichkeiten zu rekonstruieren. Es würde zu erweiterenden Aussagen führen, wenn man schichtenspezisch z. B. vorgehen würde.
Mit freundlichen Grüssen