Werkzeuge der Götter
Vor über sechstausend Jahren suchten Menschen in den Westalpen nach einem seltenen Gestein. Daraus fertigten sie riesige Beile, die allein kultischen Zwecken dienten - genauso wie im heutigen Neuguinea
Über sechstausend Jahre ist es her, dass die steinzeitlichen Bergleute mit dem äußerst seltenen Jadeit heimkehrten. Hoch oben, jenseits der Schneegrenze des Monte Viso in den italienischen Alpen, betrieben sie einen regelrechten Steinbruch für das grüne Mineral. Unten im Tal wurden die groben Brocken behauen, geschliffen und poliert – bis daraus lange Beilklingen entstanden, die so beliebt waren, dass sie Abnehmer in Norddeutschland, Dänemark, Nordfrankreich und auf den Britischen Inseln fanden. Ihre weite Verbreitung ist eines der erstaunlichsten Phänomene des vorgeschichtlichen Fernhandels.


Die Autorin ist promovierte Archäologien und arbeitet als freie Wissenschaftsjournalistin in Marburg. Von ihr erschien im Jahr 2006 »Die Steinzeit« in der Reihe Theiss WissenKompakt.
abrufen





Natur des Glaubens |
Denkmale |
Landschaft & Oekologie |
Labyrinth des Schreibens |
Die Natur der Naturwissenschaft |
Con Text |
Gute Geschäfte |
Der Islam |
Vergangenheitsstaub |
Hinter-Gründe | 





