Knapp dreißig Jahre lang versuchten römische Herrscher das Land der dunklen Wälder in das Reich zu integrieren. Doch die Germanen ließen sich nicht von den Segnungen mediterraner Kultur überzeugen.
Der Archäologe Manuel Zeiler studierte Vor- und Frühgeschichte, Alte Geschichte sowie Geografie.
Caesars Adoptivsohn Octavian, bald Augustus genannt, etablierte das Kaisertum und versprach dafür ein goldenes Zeitalter des Friedens. Dies sei erreicht, so ließ er es von dem Dichter Horaz in Versform verkünden, sobald Land und Meer Rom zu Füßen lägen. Mit anderen Worten: Frieden war Chefsache und militärische Siege ein Prüfstein, ob die Götter Kaiser und Reich ihre Gunst gewähren würden.
Augustus machte bald ernst und schickte seine Soldaten aus. Überallhin. In Britannien lockten Zinn- und Goldvorkommen, in Arabien der Weihrauchhandel. Leichte Beute waren diese Länder nicht, die Kelten der Britischen Inseln erwiesen sich als zähe Gegner, im Orient rafften Wassermangel und Krankheiten die Legionäre dahin. Dennoch konnte kein römischer Herrscher bis dahin einen vergleichbaren Gebietsgewinn verbuchen. Dem Imperium fielen Nordspanien, Ägypten, Äthiopien, Zentral- sowie Nordanatolien zu. Fehlte nur Germanien.
vielen Dank erst mal für den interessanten Artikel - wie auch die vielen anderen der aktuellen Ausgabe. Teilweise würde ich mir allerdings noch mehr Tiefe wünschen, so z. B. blieb des Herodes geschicktes Lavieren zwischen Marcus Antonius, Kleopatra und Octavian/Augustus zum Schutz seines Reiches und seiner Macht unerwähnt.
Bei dem Artikel zu o.g. Thema fehlt in der Legende zu der Karte auf Seite 88 leider ein Hinweis, was die Städte mit schwarzem Punkt darstellen sollen. Falls dieser schwarze Punkt dafür stehen sollte, dass die einzelnen Städte damals noch nicht existierten, muss ich Sie allerdings berichtigen! So wurde Koblenz (Confluentes) spätestens im Jahre 8 v. Chr. als Römerkastell gegründet. Ich hatte auch mal gehört, dass es im Jahre 9 v. Chr. bereits existiert haben soll.
Ich bin stolz auf die römische Vergangenheit und die lange Tradition meiner Heimatstadt. Die Umrisse des römischen Kastells sind noch heute in den Straßenzügen der Altstadt zu erkennen, 12 Jahre lang habe ich sozusagen auf der römischen Stadtmauer gewohnt. Reste kann man noch in diversen Kellern und Tiefgaragen sehen. Der spätere Kaiser Caligula wurde vermutlich im heutigen Koblenzer Stadtwald geboren. Schade, wenn Sie dies unter den Tisch fallen ließen.
Freundliche Grüße aus Koblenz
Antwort der Redaktion: Sehr geehrte Frau Rothe,
vielen Dank für Ihre Zuschrift.
Die schwarzen Punkte in der Karte sind größere heutige Städte und dienen vor allem der Orientierung. Aber hier ist uns tatsächlich ein Fehler unterlaufen: In Andernach und Koblenz standen Militärlager, in Urmitz (nicht Irmitz, auch der Schreibfehler wurde leider übersehen) überspannte eine Brücke den Rhein.
Was jedoch Caligula angeht: Er wurde wahrscheinlich im italienischen Antium geboren, verbrachte immerhin die ersten Lebensjahre mit seinem Vater Germanicus im Legionslager von Köln.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Klaus-Dieter Linsmeier
Redaktion Abenteuer Archäologie
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Versehen mit zahlreichen Kartenabbildungen, zeigt dieses Buch, welchen Einfluss die Antike auf das Weltbild von Abendland und islamischen Orient hatte und wie beide Kulturkreise es weiterentwickelten.
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Die Etrusker – Geburtshelfer Roms; Pompeji – Stadtgeschichte en bloc; Adler im Druidenland – Caesars Sieg über die Gallier; Ilion – Heldengedenken in Troia; Alle Jahre Wahlkampf – Der Kampf um die... » weiter
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1. Römische Anlagen der augusteisch-tiberischen Zeit
16.08.2007, Jutta Rothe, Koblenzvielen Dank erst mal für den interessanten Artikel - wie auch die vielen anderen der aktuellen Ausgabe. Teilweise würde ich mir allerdings noch mehr Tiefe wünschen, so z. B. blieb des Herodes geschicktes Lavieren zwischen Marcus Antonius, Kleopatra und Octavian/Augustus zum Schutz seines Reiches und seiner Macht unerwähnt.
Bei dem Artikel zu o.g. Thema fehlt in der Legende zu der Karte auf Seite 88 leider ein Hinweis, was die Städte mit schwarzem Punkt darstellen sollen. Falls dieser schwarze Punkt dafür stehen sollte, dass die einzelnen Städte damals noch nicht existierten, muss ich Sie allerdings berichtigen! So wurde Koblenz (Confluentes) spätestens im Jahre 8 v. Chr. als Römerkastell gegründet. Ich hatte auch mal gehört, dass es im Jahre 9 v. Chr. bereits existiert haben soll.
Ich bin stolz auf die römische Vergangenheit und die lange Tradition meiner Heimatstadt. Die Umrisse des römischen Kastells sind noch heute in den Straßenzügen der Altstadt zu erkennen, 12 Jahre lang habe ich sozusagen auf der römischen Stadtmauer gewohnt. Reste kann man noch in diversen Kellern und Tiefgaragen sehen. Der spätere Kaiser Caligula wurde vermutlich im heutigen Koblenzer Stadtwald geboren. Schade, wenn Sie dies unter den Tisch fallen ließen.
Freundliche Grüße aus Koblenz