Die Kelten in Deutschland
Konrad Theiss, Stuttgart 2001. 542 Seiten, € 64,–
Martin Wieland
Das Buch besteht aus zwei ungefähr gleich großen Teilen. Im ersten fasst Sabine Rieckhoff, Professorin für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Leipzig und zuvor lange in Süddeutschland in der Denkmalpflege tätig, auf mehr als 260 Seiten den aktuellen Forschungsstand zur Geschichte und Kultur der Kelten zusammen. Die Kelten, so die Autorin, waren mangels gemeinsamer Identität und politischen Bewusstseins zu keiner Zeit ein einheitliches Volk in einem einheitlichen Staatsgebilde, sondern ein Sammelsurium vielfältiger ethnischer Gruppen, die einerseits viele Gemeinsamkeiten über große Entfernungen, andererseits tief gehende Unterschiede auch unter engen Nachbarn aufwiesen. Mit dieser These geht Rieckhoff auf eine tour d’horizon durch sämtliche Bereiche keltischen Lebens zwischen dem 8. und 1. Jahrhundert v. Chr.: Wohnen und Arbeiten, Wirtschaft und Gesellschaft, Religion und Kunst, Tod und Nachleben.
Der zweite Teil des Buches führt alle wesentlichen heute noch in Deutschland sichtbaren Geländedenkmäler aus dieser Zeit auf. Koordiniert von Jörg Biel, dem Leiter der Archäologischen Denkmal-pflege des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg und seinerzeit verantwortlic


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