Adler im Druidenland
Acht Jahre lang führte Gaius Iulius Caesar in Gallien einen erbarmungslosen Krieg. Sein Sieg bedeutete auch das Ende der keltischen Kultur.
Schon der Name ist bezeichnend, denn es war kein »gallischer«, sondern ein »römischer Krieg«, von Caesar selbst unter einem Vorwand vom Zaun gebrochen. Doch so paradox es klingen mag: Dank seiner – fraglos einseitigen – Schilderung können Archäologen keltische Hinterlassenschaften besser verstehen. Denn nach ihrem Sieg gelang es den Römern schnell, ihre mediterrane Kultur in Gallien zu etablieren. Im Zuge dieser Romanisierung verschwanden auf dem Festland die letzten Spuren keltischer Identität.


Theodor Kissel ist freier Autor und forscht als Althistoriker an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.
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